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 Bosmer / Waldelfen

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Xul-Naheesh
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BeitragThema: Bosmer / Waldelfen   6th September 2016, 11:25 pm




1. Die Waldelfen (Bosmer)

Die Waldelfen, auch Bosmer genannt, bewohnen die Gebiete von Valenwald, einer größtenteils von dichtem Dschungel überzogenen Provinz im Südwesten des tamrielischen Festlandes, die auch als "Garten" Tamriels bezeichnet wird. Dort leben sie in Stämmen nach ihren eigenen Regeln, deren Grundlage der sogenannte Grüne Pakt bildet. Sie sind kleiner und geschickter als ihre Vettern in Sommersend und Morrowind, gelten gemeinhin als zugänglicher und darüber hinaus als sehr gute, wenn nicht sogar die besten Bogenschützen in ganz Tamriel. Bosmer sind immer gut an ihre Größe zu erkennen, gelten sie doch als kleinstes, der bekannten (und noch existierenden) Völker Tamriels. Außerdem ist es nicht unüblich, das die Bosmer tierische Merkmale aufweisen, wie häufig ein Geweih auf dem Kopf. Aber auch Reißzähne, Schuppen, Fell, Klauen, Schlangenaugen und viele weitere tierische Merkmale können vorkommen.





1.1. Der Ursprung der Waldelfen

Es existieren mehrere Theorien über die Ursprünge der Waldelfen. Die vermutlich gängigste Theorie ist, dass sie wie alle anderen Elfen von den Aldmern abstammen, die sich vor der Ersten Ära, von Sommersend ausgewandert, in Valenwald niedergelassen haben sollen. Sie fanden dichte Wälder voll von Bestien vor. Da sie nicht darauf hoffen konnten, diese wilde Gegend je zu zivilisieren, passten sie sich ihr an und wurden ihrerseits zu Raubtieren, um sich behaupten zu können. Letztendlich soll diese Entwicklung zu den heute bekannten Waldelfen geführt haben.

Nach ihrer eigenen Legende verdanken die Waldelfen Y’ffre, dem Gott des Waldes, ihre Existenzform. Nach der Schaffung der Ebene der Sterblichen, zur Zeit der Ära der Dämmerung, herrschte überall Chaos. Die ersten Sterblichen sollen sich zurück in Pflanzen und Tiere verwandelt haben. Y’ffre verwandelte sich daraufhin in den ersten Ehlnofey, welche auch als Erdknochen bezeichnet werden, legte damit die Naturgesetze fest und erschuf eine natürliche Ordnung der Dinge. Er wandelte fortan mit den ersten Waldelfen, leitete sie ins heutige Valenwald und lehrte sie, weshalb er auch den Beinamen "der Geschichtenerzähler" trägt. Unter anderem vermittelte er ihnen das Wissen aus der Zeit des Chaos, welches sie noch heute zur sogenannten Wilden Jagd befähigt. Weiterhin bot er ihnen seinen Schutz an, lehrte sie die Verbundenheit zu Pflanzen und Tieren, und wie man, einem Chamäleon gleich, neben Bäumen nahezu zu verschwinden vermag. Im Gegenzug ließen sich die Waldelfen mit Y’ffre auf den Grünen Pakt ein.




1.2. Die Kultur der Waldelfen

Die Kultur der Waldelfen fußt auf den Grundsätzen des Grünen Paktes. Diese Vereinbarung, die sie mit Y’ffre, dem Gott des Waldes, auch bekannt als Geist des "Jetzt", vor langer Zeit getroffen haben, verbietet es ihnen, die Vegetation von Valenwald auf jedwede Art zu schädigen. Obwohl es den Waldelfen selber nicht erlaubt ist, lebendige Pflanzen in Valenwald abzuholzen oder zu nutzen, so ist es doch gewöhnlich und wichtig, Nutzholz aus anderen Regionen einliefern zu lassen oder gar geschlagenes Holz aus Valenwald von anderen abzukaufen. Dies ist umso wichtiger, da die Waldelfen nicht sonderlich im Maurer- und Steinmetzhandwerk bewandert sind. Geradezu fasziniert sind sie hingegen vom Zimmermannshandwerk, in welchem sie aufgrund ihrer Kultur weitestgehend ungebildet und bestenfalls unkreativ zu nennen sind. Bis zum heutigen Tage, gibt es nur kleine Fußpfade, die die kleinen Siedlungen in den nur spärlich besiedelten Wäldern miteinander verbinden.

Offensichtlich ist Y'ffre der wichtigste und warscheinlich auch der bizarrste Gott im Bosmerischen Pantheon. Die Bosmer sind auch eine der wenigen welche Baan Dar, den Gott der Verbrecher, anbeten. Wie die Nordmänner beten sie den Daedrischen Prinz Hermaeus Mora an. Zusätzlich verehren Sie die Mondgötter Jone und Jode, wie auch einige typische der Neun Götter. Die Elfen von Valenwald mussten schon bei vielen Gelegenheiten beweisen, dass sie sich gegen Angriffe von außen verteidigen können. Allerdings scheint es, dass die Bosmer die pazifistischste Rasse auf Tamriel sind, denn Sie haben nie einen Krieg mit anderen Nationen angezettelt, womit sie von einigen militanten Kulturen auch als Feiglinge bezeichnet werden. Sie haben nie einen wahren und erprobten Verbündeten innerhalb Tamriels gefunden. Misstrauen wurde durch den rituellen praktizierten Kannibalismus geschürrt und es ist oftmals schwierig ihren Lebensstil auf die Erwartungen der anderen Rassen und Kulturen anzupassen. Dennoch sind die Bosmer enorm abhängig von guten Handelsbeziehungen mit den anderen Völkern. So zwingt der Grüne Pakt die Bosmer das für Häuser, Pfeile und andere Gerätschaften benötigte Holz zu importieren

Waldelfen rauchen natürlich keinen Tabak aus Holzpfeifen, sondern verwenden welche aus Horn oder Glas und rauchen getrocknete Raupen. Auch sind ihnen flachs- oder baumwollartige Kleidungsstücke verwehrt. Ebenso sind die Waldelfen bei ihrer Auswahl an Getränken strikt auf Erzeugnisse von Tieren oder einfaches Wasser beschränkt. Sie trinken gegorene Schweinemilch, die sie Jagga nennen. Ein anderes ihrer Getränke ist Rotmeth, fermentierte Fleischsäfte mit zahlreichen Gewürzen darin, um die Gifte abzutöten. Beide Getränke weisen einen hohen Alkoholgehalt auf.

Ein anderer und für Außenstehende grausig erscheinender Aspekt des Grünen Paktes ist das sogenannte Fleisch-Mandat, welches sicherstellt, dass sie grundsätzlich das Fleisch jeglichen Wildes, Tiervolkes, und sogar das von Menschen und Elfen verspeisen dürfen. Weiterhin müssen getötete Wesen als Auflage ihres Glaubens innerhalb von drei Tagen verzehrt werden, wobei einem Waldelfen dabei nur von seinen Familienmitgliedern geholfen werden darf. Es ist unklar, ob die Waldelfen nach dem Tod auch innerhalb der eigenen Familie so verfahren, da sie jedoch nicht den Bestattungsritualen von Arkay folgen, ist dies zumindest nicht auszuschließen. Der Tote wie auch der Tod werden geachtet. Deshalb wird Nekromantie von ihnen verabscheut und als ein Verbrechen gegen die Natur angesehen, solange sie nicht zwingend notwendig und wohlbegründet ist.

Die Wilde Jagd, zu der jeder Waldelf unter den richtigen Umständen in der Lage ist, ist eine Ansammlung reißender Bestien, welche als Erinnerung an die chaotischen Zustände im Zeitalter der Dämmerung ständig ihre Gestalt ändern und die als unaufhaltbar gilt. Das verschwiegene, düstere Ritual der Wilden Jagd wird innerhalb der Gemeinschaften der Waldelfen als ein notwendiges Übel bei allergrößter Gefahr angesehen, der auf anderem Wege nicht mehr beizukommen ist. Ein Waldelf, der dem Wandel durch die Wilde Jagd unterliegt, ist auf immer verloren und wird niemals wieder in seine frühere Gestalt zurückkehren können. Es wird angenommen, dass eine Form der Wilden Jagd die Ursache für alle Monstren auf Nirn ist.

Nach außen wirken die Waldelfen oftmals wie der Inbegriff der Gelassenheit oder gar Trägheit. Von anderen Völkern werden sie nicht wirklich als bösartig angesehen, allenfalls als schelmisch, hinterhältig und unzuverlässig, von den Hochelfen darüber hinaus aus Abstammungssicht als unrein. Dem zum Trotz stammt ein Großteil ihrer Gesetze ohne religiösen Hintergrund noch aus ihrem Ursprung von Sommersend.

Die Führerschaft über die Waldelfen teilen sich der jeweilige König aus der Abstammungslinie König Eplears als politische Kraft und der sogenannte Silvenar als geistiger und religiöser Führer. Es wird gesagt, dass der Silvenar, welcher in der gleichnamigen Stadt beheimatet ist, den Zustand seines Volkes widerspiegelt. Wird es von Not und Krankheit heimgesucht, schrumpft der Silvenar. Ist die Bevölkerung zum überwiegenden Teil weiblich, so ist es auch der Silvenar. Darüber hinaus verfügt er über das komplette Wissen über die körperliche und geistige Verfassung jeder Stadt und jedes Dorfes in Valenwald.

Unterhalb dieser Ebene der Herrschaft stehen die Baumfürsten. Diese herrschen jeweils über größere Siedlungen und weite Gebiete in Valenwald in weitgehender Unabhängigkeit. Oftmals rivalisieren sie auch mit dem König und missachten dessen direkte Anweisungen. Die Baumfürsten stellen die stärkste politische Kraft in ihrem jeweiligen Einflussbereich dar. Gleichzeitig schwächen sie das Ansehen und die Einflussnahme Valenwalds nach außen durch ihre Uneinigkeit und ihre Rivalisierung untereinander und gegenüber dem König.

Den Baumfürsten untergeordnet oder auf eine Weise gleichgestellt finden sich die Stammesfürsten wieder, welche den Stammesrat bilden. Dieser Rat, Ausdruck des teilweise demokratischen und repräsentativen Systems der Waldelfen, residiert eigentlich beim König, doch in Wirklichkeit viel häufiger bei den Baumfürsten.


Zuletzt von BloodSucker am 6th September 2016, 11:32 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Bosmer / Waldelfen   6th September 2016, 11:27 pm

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Berufe / Berufungen und Bezeichnungen der Bosmer



  • König: Derzeitig herrscht König Aeradan Camoran über Valenwald

  • Die Grüne Dame: siehe entsprechendem Abschnitt.

  • Baumthane: Oberhaupt der jeweiligen Siedlung, Sippe oder Stadt

  • Weber / Spinner: Priester, 'Geschichtenerzähler', Berater

  • Grünformer/in: Bosmerische "Magier" mit der Fähigkeit z.B. Behausungen zu formen, bzw. das Grün darum zu 'bitten' ; ebenfalls sind sie befähigt die 'Auren' von Orten zu erspüren oder zu analysieren

  • Grünsprecher: Es könnte sich wohl um eine Entsprechung eines Diplomaten handeln

  • Jaqspur: Besonders treffsichere und meisterhafte Distanzschützen des bosmerischen Volkes






Gruß- und Segensworte:


„Das Grün bewahre euch.“

„Meine liebste Reisende. Der Wald möge euch auf Eurem Weg bewahren.“

„Das Grün soll ihn holen.“

„Ihr erledigt die Arbeit des Grüns. Habt Dank, Reisende. Im Namen des Dominions und meiner Männer. Habt Dank.“

„Dem Grün sei Dank.“

„Mögen die Sterne Eure Schritte lenken.“

„Bei Y'ffres Knien! Ich hatte nicht erwartet, Euch in einem Stück wiederzusehen.“

"Beim Wald, ich bin gerettet!"

„Ihr erscheint verdächtig nüchtern. Bleibt nicht so.“

„Die Sterne haben euch hierhergebracht. Was wollt ihr?“

„Betrauert die Tote nicht. Ihr habt dafür gesorgt, dass ihr Opfer eine Bedeutung hatte.
Die Götter sind euch günstig gestimmt.“

„Y'ffre möge euch segnen!“





Zitate:

Y'ffre, der Sänger, der Geschichtenerzähler, jener, der im Jetzt weilt.
Der Erste der Erdknochen, Jener, der die Lieder sang, die die Meere und Vögel nun im Herzen tragen.
Der Geist der Bäume, der uns beigebracht hat, was es heißt, ein Baum zu sein, und wie man das Lied eines jeden Baumes sing.
Hier im Valenwald singen und spinnen wir Euch zu Ehren Geschichten, Y'ffre, als Dank für Eure Lehren.
Für die Lieder, die ihr uns vorgesungen habt, für jene Lieder, die ihr den anderen Kreaturen des Waldes vorgesungen habt.
Für den Geist der Zeiten des Chaos, als Mer noch Tiere, Vögel, Bäume und alles andre waren.
Und für den Pakt, unsere Seelenverwandtschaft mit den Tieren, Vögeln und Bäumen.
~Eine Weberin, Grahtwald~


„Die Windfängerplantage hängt vom Großen Baum ab, dennoch wird er vor meinen Augen krank. Unsere Schicksale sind wie die Blätter an seinen Ästen.
Der Große Baum beschützt die Plantage vor den Winterwinden, und in der Hitze des Sommers spendet er unserer Siedlung Schatten. Seine Geschichte ist mit der unseren verflochten.“
(Was unterscheidet den Großen Baum von allen Andren?)
„Als die Windgöttin Khenarthi zum ersten Mal über die Himmel zog, wurde sie den Legenden zufolge müde und hat sich auf den Zweigen eines kleinen Schösslings ausgeruht, ehe sie ihre Reise wieder aufnahm.
Dieser Schössling wurde zum Großen Baum und gab der Windfängerplantage seinen Namen.“


(Wer könnte den Silvenar getötet haben?)
„Niemand, der den Morgen noch erleben wird. Ich bin der Bolzen, der nie sein Ziel verfehlt. Wenn ich losschnelle, hält mich nichts auf, bis ich das Auge meiner Beute durchbohrt habe.
Harrani kennt ihre eigene Stadt. Wenn sie Euch nicht sagen will, wer das getan hat, werde ich ihr den Schwanz kürzen, bis sie es tut. Nun geht. Geht!“
~Die Grüne Dame (Finoriell), Khenarthis Rast~
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BeitragThema: Re: Bosmer / Waldelfen   6th September 2016, 11:47 pm

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Wer, bzw. was ist die Grüne Dame?


Die Grüne Dame ist zunächst eine Bosmer, die vom Grün erwählt und erfüllt wurde. Der Leib dient hier regelrecht als "Wirtskörper", mit welchem die Essenz dessen, was man als Grüne Dame bezeichnet verschmilzt. Nachdem das Grün eine Waldelfe auserwählt hat, lässt diese ihr altes Leben zurück, um ihre Pflicht Volk und Valenwald gegenüber anzutreten.

Sie verkörpert fortan die körperliche Stärke, die Kampfkraft und die Jagdgeschicklichkeit des bosmerischen Volkes und vermählt sich mit dem Silvenar, um den Waldelfen Gleichgewicht und Kraft zu schenken. Man sagt, dass große "Unruhe" und gar "Leid" über die Bosmer kommt, wenn Silvenar und Grüne Dame die Handreichung nicht vollenden.

In Malabal Tor und der Schnittermark erleben wir sie des Weiteren an der Seite von Königin Ayrenn als Führungspersönlichkeit der Bosmer.





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